28.10.2019

Germany’s Next Digital Model?

Otto-Johannsen-Preis für virtuelle Models

Cora Winker (re.) erhält für ihre Bachelorarbeit den Otto-Johannsen-Preis von Campus-Geschäftsführerin Bettine Seng

Können am Computer entwickelte 3D Models die neuesten Modetrends ebenso gut präsentieren wie ihre menschlichen Pendants? Die Textilstudentin Cora Winker (im Bild rechts neben Campus-Geschäftsführerin Bettine Seng) hat das im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis untersucht: Mit dem so genannten „eye tracking“-Verfahren hat sie Probanden einige Fotos des digitalen Models mit Namen „Shudu“ betrachten lassen. Währenddessen hat sie unter anderem gemessen, welche Bereiche der Fotos am meisten oder wie lange betrachtet wurden. Cora Winker kam zum Ergebnis: auch wenn Menschen oft unbehaglich auf das starre Antlitz künstlicher Models reagieren, die jeweilige Kleidungsstücke von Shudu waren dennoch die so genannten „visual cues“, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Der Blick des Betrachters wird damit von den künstlichen, „unmenschlichen“ Gesichtszügen Shudus abgelenkt. Modeunternehmen und Computerdesigner stehen also vor der Herausforderung, digitale Models so zu entwerfen, dass möglichst das Produkt und nicht das Model im Vordergrund steht. Konkurrenz für reale Models könnten diese 3D-Models schon bald werden, nicht nur wegen der pflegeleichteren Handhabung bei Fotoshootings, sondern auch wegen der erheblichen Kosteneinsparung. Cora Winker wurde für diese wegweisende Bachelor-Thesis mit dem Otto-Johannsen-Preis von Campus Reutlingen aus-gezeichnet. Bilder des digitalen 3D-Models Shudu finden Sie auf Instagram unter @shudu.gram.